Windows auf dem Mac - macht tatsächlich Sinn!
Es gibt gute Gründe , warum sich viele Apple Nutzer dazu entscheiden, Windows auf dem eigenen Mac zusätzlich zu installieren. Zum einen gibt es viele Umseteiger von Windows auf Mac OSX, die gerne noch auf die bekannte Oberfläche von Windows zurückfallen möchten, wenn diese sich in den Apple Menüs verirren.
Die meisten benötigen Windows auf dem Mac, weil es auf der Apple Plattform noch nicht das dringend benötigte Programm gibt. Dafür nimmt man gerne in Kauf, ein Windows dazuzuschalten um das Programm auszuführen. Bestes Beispiel ist das Programm ELSTER - Elektronische Steuererklärung, welches das Finanzamt schlichtweg noch nicht für Apple Computer anbietet.
Seit 2006 basieren alle neuen Apple Computer auf der INTEL Chipbasis, welche es ermöglicht, Windows und seine Programme nativ, also ohne irgendwelche Übersetzungsalgorithmen auszuführen.
Alles was sie dazu brauchen ist eine gültige Windows Version. Dabei werden Windows XP home/professional , Windows Vista home/business und Windows 7 home/professional unterstützt.
Zusätzlich wird eine Software zum Ausführen des Windows Betriebssystems auf Ihrem Mac benötigt. Dabei wird unterschieden, ob es eine bootende oder eine virtualisierte Laufzeitumgebung ist.
BootCamp von Apple,
welches jedem Mac OSX seit Leopard beiliegt, ist ein Dienstprogramm das die Systemfestplatte in 2 Teile formatiert, einen Teil belässt sie mit dem aktuellen Mac Betriebssystem, die zweite Partitionierung ist für Windows reserviert. Die Grösse ist dabei wählbar: 5GB oder mehr, je nach eigenem Wunsch. Installiert man per BootCamp Methode eine "bootfähige" Version von Windows auf dem Rechner kann man von nun an beim Einschalten wählen, ob man nun mit dem Windows oder mit dem Mac Betriebssystem startet - einfach beim Einschalten die Wahl-Taste (ALT) gedrückt halten und die Symbole für Windows und Mac erscheinen. Der computer merkt sich fortan das zuletzt gestatrtete Betriebssystem, bei einem erneuten Start ohne gedrückter Wahl Taste wird das zuletzt gestartete Betriebssystem gebootet.
Die Vorteile dieser Methode sind:
- Ressourcen Power: Die volle Leistungsfähigkeit der CPU und der Grafikkarte stehen mir mit Windows oder Mac zur verfügung: Games und Video / 3D Anwendungen haben volle Leitung.
- Überblick: ich arbeite mit einem Betriebssystem zur Zeit
- Zugriff: ich habe aber dennoch Zugriff auf Apple Dateien durch den Windows Explorer.
- Sicherung: ich kann getrennt Sichern, ohne das jeweils ein gesamtes Windows mitgesichert wird.
- umkehrbar : sammeln sich z.B. Viren auf der Windowspartition, kann diese jederzeit gelöscht und wieder aufgelöst werden - der freie Platz kommt dann dem Mac zugute.
Windows-Mac Virtualisierung
Eine zweite Mögichkeit ist die sogenannte Virtualisierung. Es ist möglich, ein vollständiges Windows auf dem Mac wie ein weiteres Programm in einem Fenster zu starten. Dieses kann man dann auch auf volle Grösse vergrössern und sogar in den Apple-Bildschirm zu integrieren, einzelne Windows Programmsymbole erscheinen dann im "Dock"-Menu des Apple, als wären es Apple Programme, nur das diese im Hintergrund von Windows ausgeführt werden. Wer mit dieser leicht komplexeren Umgebung umgeht, hat viele Vorteile. Die Grenzen von Apple Mac und Windows verschwimmen, man hat seinen Apple Look&Feel und muss dennoch nicht auf die Programme von Windows verzichten: Oft hat man noch eine teure Version des Photoshop auf Windows Basis oder Elster oder ähnliche Steuerprogramme, 3D-Programme wie AutoCAD oder einfach geliebte Windows-Games auf die man nicht verzichten will oder erneut viel Geld für MAC-Versionen auszugben.
Es gibt mehrere solcher Programme, die auf dem Mac ein Windows XP,Vista oder Windows7 virtualisieren können:
ORACLEs VirtualBox ist Freeware und eignet sich hervorragend für kleine Programme wie ELSTER.
VMWARE Fusion für Mac kostet zwar etwas Geld, dafür werden mehr Funktionen unterstützt, leistungsfähige 3D-Beschleunigung und Time Machine Kompatibilität sowie mittels VMWARE Tools alle aktuellen Treiber für die jeweilige Apple Hardware bereitgestellt. Durch laufende Aktualisierungen wird ständig dafür gesorgt, das der MAC effizient ausgenutzt wird
Parallels for Mac (aktuell Vers.6) bietet aktuell die beste Leistung auf dem Mac
3D Unterstützung, Windows Migration, Trieber und CPU Performance sind ungeschlagen.
Bei allen Virtualisierungslösungen ist allerdings zu beachten das:
- Die CPU Power zwischen beiden Betriebssystemen geteilt wird
- Der Hauptspeicher mindestens 4GB, wenn nicht 6-8GB betragen sollte, denn dieser wird auch aufgeteilt.
Zuguterletzt muss man bei Windows Installationen auf dem Mac selbstverständlich einen Antivirus Virusscanner installieren - nur weil Windows auf dem Mac läuft, ist es noch nicht Virensicher.
Falls Sie Viren auf dem Windows System haben sollten, können diese jedoch wenigstens nicht einfach auf dem Mac aktiv werden, der Mac ist per se nicht kompatibel mit Windows Programmen.
Den Ordner mit der Windows Installation kann gelöscht werden
Damit Windows nicht nach jedem Start mit der Apple TimeMachine gesichert wird, kann man den Windows Ort in den Einstellungen vom Backup ausschliessen.
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